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Ich trage deine Last

Seit Generationen spukt das ,,solange du Deinen Füße unter meinen Tisch stellst'', ,,Wenn der Kuchen redet, hat der Krümel Pause'' uvm.

Dies ist aber nur die verbale Kommunikation. Die nonverbale Kommunikation ist aber häufig noch viel tiefgreifender.

Kriegsenkel der 50-75 er Jahre sind sich oftmals höchst unsicher und spüren diese Unsicherheit verstärkt durch ihre eigenen Kinder. Sie sind die Generation, die sich Wertschätzung durch Arbeit und Leistung zu erarbeiten hatte, da Liebe von ihren Eltern oftmals nur nach oder durch Leistung gezeigt wurde.

 

Was du hast, bist du!

 

Kriegsenkel der 50-75 er Jahre haben ihre Kinder häufig unbewusst extrem eng an sicg gebunden, um die Unnahbarkeit ihre eigenen Eltern auszugleichen und sind dann im Gegensatzschwer enttäuscht, wenn diese das Bedürfnis irgendwann nicht mehr sättigen und auf eigenen Beinen stehen.

 

Transgenerationale Weitergabe zeichnet sich dadurch aus, dass damit einhergehende Gefühle diffus bleiben.

Sie lassen sich nicht greifen.

 

Als Kind lernen wir, wie man mit schmerzhaften Situationen umgeht.

Werden Probleme komplett weggeschlossen oder wird sich geradezu darin gebadet, damit es auch ja niemals verheilt?!

 

Abgeschottete Gefühle werden zu brodelnden Vulkanen. Traumatisierte Menschen sind hypoaktiv oder hyperaktiv.

Zu viel oder zu wenig Energie im System.

Ausgleich durch Schaffen oder baden in Antriebslosigkeit.

 

Wir sind alle Kriegsenkel/Urenkel. Es gibt eine Studie die belegt, dass die erlebten Traumata über 2-3 Generationen Schäden in der Psyche verursacht.

 

Die Traumata von Flucht, Verfolgung und Verlust sind im inneren Schattenkind abgespeichert.

Die meisten haben früh gelernt nicht über ihre Gefühle zu reden und sind mit ihrer Not alleine gelassen worden.

 

In den Aufbaujahren war der Blick zurück von den meisten nicht gewünscht. Viele dieser Kriegskinder waren als Eltern für ihre Kinder unnahbar.

In den 50 u 60 er Jahren waren der Krieg und seine Folgen ein Tabuthema.

Deshalb haben viele in den 50-75 er geborenen gelernt, ihren Eltern möglichst nicht zur Last zu fallen oder eine Last zu sein.

 

Schlüsselsätze:

 

,,ich bin zu viel'' oder ,, ich bin eine Zumutung''

 

Kennst du deine Schlüsselsätze?

 

-ich muss alleine klar kommen

-ich bin nervig

-ich bin eine Last

-ich bin nicht gut genug

-ich muss etwas leisten um geliebt zu werden

-meine Bedürfnisse sind nicht so wichtig

-ich bin nicht liebenswert, wenn ich nichts leiste

 

Hinterlass mir doch einen deiner Schlüsselsätze in den Kommentaren, jeder hat welche.

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